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Market Open: Dollar-Crosses brechen tiefer, Europa übergibt an die USA — 20. Aug.
Das klarste Signal beim Übergang von Frankfurt zum US-Handel ist der Breakdown in mehreren Dollar-Crosses: USD/CHF verliert 1,38 % auf 0,7990, USD/CAD gibt 0,74 % auf 1,3770 ab. Das übergeordnete Sentiment bleibt bearish, während Edelmetalle über Nacht kräftig angezogen haben. Für den US-Open gilt deshalb zunächst: Gebrochener Support ist Widerstand, bis der Markt das Gegenteil bestätigt.
USD/CHF und USD/CAD: Die Breakdown-Levels entscheiden
USD/CHF zeigt die stärkste Bewegung im Feld und ist von zuvor 0,81017 auf 0,7990 gefallen. Damit rückt die psychologische Marke bei 0,8000 direkt ins Zentrum des US-Setups. Scheitert ein Rebound an 0,8000, behalten die Verkäufer die Kontrolle; auf der Unterseite kommen zunächst 0,7950 und danach 0,7900 ins Spiel. Erobert der Kurs 0,8000 dagegen nachhaltig zurück, wäre das ein erstes Warnsignal, dass der initiale Sell-off überdehnt ist.
Bei USD/CAD sieht das Bild ähnlich aus: 1,3770 nach zuvor 1,3872. Der erste Widerstandsbereich liegt bei 1,3800-1,3820, darüber bildet die alte Zone um 1,3872 die deutlichere Invalidation für die bearishe Intraday-Struktur. Unter 1,3770 sind 1,3750 und anschließend 1,3700 relevant. Statt dem Move zum US-Open hinterherzuspringen, ist ein schwacher Pullback an den ehemaligen Support mit anschließender Ablehnung das sauberere Short-Setup.
- •Entscheidendes Level: Bei USD/CHF ist 0,8000 der unmittelbare Bull-Bear-Pivot. Bei USD/CAD zählt vor allem, ob 1,3800-1,3820 den ersten ernsthaften Rebound deckelt.
USD/JPY testet Support – noch kein bestätigter Breakdown
USD/JPY notiert mit 158,76 rund 0,21 % schwächer nach zuvor 159,09. Das Signal ist damit deutlich weniger ausgeprägt als bei Franken und Kanada-Dollar. Entscheidend wird 158,50: Erst ein bestätigter Bruch darunter würde aus normaler Schwäche ein interessanteres Breakdown-Setup machen. Acceptance unter 158,50 öffnet den Weg zur psychologischen 158,00er-Zone. Hält der Support, bleibt eine Rotation zurück in Richtung 159,00-159,10 möglich.
Gerade rund um den US-Open ist diese Unterscheidung wichtig. Direkt in den Support bei 158,50 hinein zu verkaufen bietet ein ungünstiges Chance-Risiko-Profil, solange der Markt den Bruch nicht bestätigt. Eine Ablehnung bei 159,00-159,10 liefert das sauberere bearishe Setup. Ein klarer Reclaim über 159,10 schwächt dagegen die Short-These und rückt 159,50 in den Fokus. Da für heute keine relevanten Konjunkturtermine im vorliegenden Kalender angegeben sind, sollte Price Action stärker gewichtet werden als vorweggenommene Erwartungen.
- •Entscheidendes Level: 158,50 ist die Bestätigungszone: Darunter wird 158,00 interessant, während Verkäufer einen Reclaim von 159,10 vermeiden wollen.
Europa-FX: Relative Schwäche liefert das sauberere Cross-Setup
Der vorliegende Feed weist EUR/USD bei 0,8561 mit minus 0,65 % und GBP/USD bei 0,7339 mit minus 0,52 % aus. Diese Werte sind für die übliche Quotierung von EUR/USD und GBP/USD auffällig und sollten vor präzisen Setups unbedingt mit dem Broker-Feed abgeglichen werden. Die Richtung bleibt dennoch als Signal nutzbar: Beide Angaben zeigen nach unten, während EUR/GBP um 0,14 % auf 0,8572 steigt. Für Trader aus der Frankfurt-Session ist damit die relative Euro-Stärke gegenüber dem Pfund interessanter als die absoluten Major-Quotes.
EUR/GBP liefert entsprechend das sauberere europäische Chartbild. Die Zone 0,8560-0,8570 fungiert als unmittelbarer Support, während 0,8600 den offensichtlichen psychologischen Widerstand darstellt. Oberhalb von 0,8570 bleibt ein erneuter Test von 0,8600 wahrscheinlich. Ein Rückfall unter 0,8560 würde den Ausbruch dagegen infrage stellen und 0,8530-0,8550 aktivieren. Für PropDynamiq Trader kann dieses Relative-Value-Setup sinnvoller sein, als auf Basis fragwürdiger Headline-Kurse einen Trade in den Majors zu erzwingen.
Gold und Silber wurden nach neuer Aufmerksamkeit für die Fed-Protokolle mit kräftigen Kursgewinnen und einer wieder aufgeflammten Dollar-Abwertungsstory gemeldet. Da im Datensatz keine Live-Kurse für die Edelmetalle vorliegen, sollte die Bestätigung über FX kommen: Anhaltende Schwäche in USD/CHF und USD/CAD stützt dieses Bild. Schnelle Reclaims der gebrochenen Levels würden dagegen auf eine mögliche Umkehr des anfänglichen Risk-Impulses hindeuten. Auch der DAX kann zum US-Start als zusätzlicher Sentiment-Check dienen, sollte aber nicht als Bestätigung für ein einzelnes FX-Signal überinterpretiert werden.
- •Entscheidendes Level: EUR/GBP über 0,8570 hält 0,8600 im Spiel. Ein Bruch zurück unter 0,8560 macht aus dem Continuation-Setup einen möglichen Failed Breakout.
Das Wichtigste zum US-Open
Der Plan für den US-Handel: Bestätigung an den etablierten Pivot-Levels handeln, statt der Bewegung aus der europäischen Session hinterherzulaufen.
- •USD/CHF: Bearisher Bias, solange 0,8000 als Widerstand hält; 0,7950 und 0,7900 sind die nächsten relevanten Zonen.
- •USD/CAD und USD/JPY: Bei CAD auf 1,3800-1,3820 als Widerstand achten; beim Yen bestätigt erst ein Bruch von 158,50 das Breakdown-Szenario.
- •EUR/GBP: 0,8570 bleibt der kurzfristige Pivot, 0,8600 das Continuation-Ziel und 0,8560 der Trigger für einen Failed Breakout.
Risikohinweis
Trading ist mit erheblichen Risiken verbunden. Diese Inhalte stellen keine Anlage- oder Finanzberatung dar. Führe stets deine eigene Analyse durch.
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