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Markteröffnung: FX-Breakouts testen Schlüsselzonen – London gibt den Ton an (17. Juli 2026)

PropDynamiq ResearchJuly 17, 20263 Min. Lesezeit

Zum Start in die Europa-Session baut sich Momentum auf: GBP und AUD führen die Bewegung an, während EUR/USD direkt an einen markanten Widerstand läuft. Viele Majors eröffnen genau an Entscheidungszonen – typisch für einen potenziell richtungsweisenden London-Handel. Auch aus Frankfurt kommt früh Aktivität, was die Volatilität zusätzlich anheizt.

Pfund führt den Breakout an – aber noch nicht sauber

GBP/USD ist aktuell der auffälligste Mover und legt +0,55 % auf 0,7442 zu, nachdem das Paar in der Asien-Session die Angebotszone bei 0,7420–0,7430 nach oben durchbrochen hat. Dieses Level hatte den Kurs diese Woche bereits zweimal gedeckelt – der erste ernsthafte Versuch einer Fortsetzung also.

Das Problem: Direkt darüber wartet schon die nächste Widerstandszone bei 0,7455–0,7470. Wenn London Rücksetzer oberhalb von 0,7420 aufkauft, kippt die intraday Struktur klar bullisch und öffnet Raum Richtung 0,7500. Fällt der Kurs jedoch wieder unter das Breakout-Level, droht ein klassischer False Breakout.

Entscheidend ist die Reaktion beim ersten Pullback. Schnelle Ablehnungen (Wicks) in die 0,7420-Zone sind ein starkes Long-Signal. Akzeptanz darunter bringt hingegen 0,7380 wieder ins Spiel.

  • Schlüssellevel: 0,7420 – von Widerstand zu Support gedreht und entscheidend für die intraday Bias.

EUR/USD arbeitet sich zäh an den Widerstand heran

EUR/USD bewegt sich langsamer, aber stabil nach oben und handelt bei 0,8745 (+0,28 %). Damit steht das Paar direkt an der bekannten Widerstandszone zwischen 0,8750 und 0,8770 – ein Bereich, der bereits Anfang der Woche Verkäufe ausgelöst hat.

Die Struktur ist enger als beim Pfund: steigende Tiefs sind erkennbar, aber echte Käufer-Aggression fehlt bislang. Das führt oft zu zwei Szenarien – entweder ein sauberer Breakout mit Momentum oder ein schneller Liquidity Sweep mit anschließender Umkehr.

Ein nachhaltiger Ausbruch über 0,8770 eröffnet Potenzial bis etwa 0,8820, da darüber wenig Widerstand liegt. Scheitert der Versuch, dürfte der Kurs zurück in Richtung 0,8700 rotieren – das zentrale intraday Support-Level. Gerade im Zusammenspiel mit dem DAX und der allgemeinen Risk-Stimmung lohnt sich hier ein genauer Blick.

  • Trading-Idee: Break-and-Retest über 0,8770 spricht für Longs; deutliche Ablehnung signalisiert Short-Setups zurück Richtung 0,8700.

USD/JPY stagniert auf hohem Niveau – Umkehr im Blick

USD/JPY zeigt sich ruhiger, hält sich aber bei 162,35 nahe der jüngsten Hochs. Der Aufwärtstrend ist intakt, verliert jedoch an Dynamik, je näher wir an die Widerstandszone 162,50–163,00 kommen.

Historisch gesehen kommt es in diesem Bereich häufig zu Gewinnmitnahmen. Erste Anzeichen sind bereits sichtbar: kleinere Kerzenkörper und verlangsamte Aufwärtsbewegungen – klassische Hinweise auf nachlassenden Kaufdruck.

Ein klarer Ausbruch über 163,00 würde das kurzfristige Short-Szenario invalidieren und eine Fortsetzung nach oben triggern. Bildet sich jedoch ein Lower High unterhalb von 162,50, werden Short-Setups mit Zielbereich 161,20 zunehmend interessant – besonders, wenn parallel Risikoassets wie der DAX Schwäche zeigen.

  • Beobachten: Ein Lower High unter 162,50 als möglicher Trigger für intraday Shorts.

AUD-Stärke bringt Risk-On-Stimmung

AUD/USD steigt um +0,48 % auf 1,4337 und setzt die Bewegung aus der Asien-Session fort. Damit bestätigt der Aussie die Risk-On-Stimmung, die sich bereits über Nacht aufgebaut hat.

Im Gegensatz zu EUR und GBP hat AUD den Breakout bereits geliefert und befindet sich klar im Continuation-Modus. Der Fokus verschiebt sich damit von Breakout-Trades hin zu Pullback-Einstiegen.

Rücksetzer in den Bereich 1,4300–1,4310 bieten sich als potenzielle Kaufzonen an. Hält dieser Bereich, liegt das nächste Ziel bei rund 1,4380. Ein Rückfall unter 1,4300 wäre hingegen ein Warnsignal für einen Fehlausbruch und könnte die allgemeine Risikostimmung – auch im europäischen Handel – belasten.

  • Struktur-Hinweis: AUD/USD ist aktuell das einzige Major-Paar mit bestätigtem intraday Trend – ein guter Proxy für Risk Sentiment.

Wichtige Erkenntnisse

Der Markt startet direkt an entscheidenden Levels – die nächsten Bewegungen in London und Frankfurt dürften die Richtung für den Handelstag vorgeben.

  • GBP/USD muss 0,7420 halten, um Momentum Richtung 0,7500 zu bestätigen
  • EUR/USD testet Widerstand bei 0,8750–0,8770 – Breakout oder Ablehnung entscheidend
  • USD/JPY zeigt Ermüdung nahe 162,50; Lower Highs könnten Pullback einleiten

Hinweis

Trading ist mit erheblichen Risiken verbunden. Dies stellt keine Anlageberatung dar. Eigene Recherche ist unerlässlich.

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