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Markteröffnung: Dollar-Stärke testet Schlüsselzonen — 8. Juli
Der Dollar ist wieder gefragt, und wir starten die Frankfurt-Session direkt in klar definierte Entscheidungszonen bei den Majors. Genau hier wird oft die Richtung für die erste Handelsphase in Europa festgelegt — insbesondere mit Blick auf EUR-Paare und die Korrelation zum DAX.
EUR/USD läuft in Widerstand — Ausbruch oder Abverkauf?
EUR/USD zieht weiter an und handelt aktuell bei 0,8769 (+0,25%). Damit laufen wir direkt in eine bekannte Widerstandszone zwischen 0,8775 und 0,8800, die in den letzten Sessions mehrfach gehalten hat. Jetzt kommt der nächste Test — diesmal mit spürbarem Momentum.
Das Chartbild ist sauber: steigende Tiefs direkt unter dem Widerstand. Das baut Druck auf, aber entscheidend ist, ob wir über 0,8800 auch akzeptiert werden. Ohne klare Acceptance darüber bleibt das Risiko eines klassischen Liquidity Sweeps mit anschließender Rejection zurück in Richtung 0,8720.
Für Intraday-Trader ist die erste Stunde in Europa entscheidend. Ein stabiler Halt über 0,8800 auf 15–30 Minuten Basis öffnet Raum Richtung 0,8850. Scheitert der Ausbruch, ist ein schneller Move zurück in die Range wahrscheinlich — typisch für die Frankfurt Fakeouts.
- •Wichtiger Widerstand: 0,8775–0,8800 — Breakout bestätigt bullische Fortsetzung
- •Wichtige Unterstützung: 0,8720 — Bruch öffnet Raum bis 0,8680
GBP/USD zieht nach — aber Ermüdung sichtbar
Auch GBP/USD (Cable) bewegt sich weiter nach oben und steht aktuell bei 0,7492 (+0,28%). Allerdings nähern wir uns einer klaren technischen Deckelzone zwischen 0,7500 und 0,7520, die in der Vergangenheit mehrfach als Widerstand fungiert hat.
Die Aufwärtsbewegung wirkt eher grindend als impulsiv — ein typisches Zeichen dafür, dass der Markt an Energie verliert. Sollte es zu einem Spike in Richtung 0,7520 kommen und dort keine Anschlusskäufe folgen, bietet sich ein sauberer Fade zurück Richtung 0,7440 an.
Auf der anderen Seite: Ein sauberer Break und Hold über 0,7520 würde den Weg freimachen, da darüber kaum Struktur bis etwa 0,7580 liegt. Das ist klassisches Terrain für Breakout-Trader.
- •Breakout-Trigger: 0,7520 — öffnet Potenzial bis 0,7580
- •Rejection-Zone: 0,7500–0,7520 — auf Umkehrsignale achten
USD/JPY bleibt im Trend — aber überdehnt
USD/JPY zeigt weiterhin den saubersten Trend im Markt und handelt bei 162,49 (+0,37%). Die Struktur ist eindeutig bullish mit kontinuierlich höheren Hochs — nennenswerte Rücksetzer fehlen bislang komplett.
Das Problem ist weniger die Richtung, sondern die Ausdehnung. Der Kurs ist deutlich über intraday Supports gelaufen, was die Wahrscheinlichkeit für einen Pullback erhöht, bevor der nächste Impuls kommt.
Die bessere Strategie: nicht hinterherlaufen. Stattdessen auf Rücksetzer in den Bereich 161,80–162,00 warten und dort nach Long-Einstiegen suchen. Sollte 163,00 sauber brechen und gehalten werden, dürfte Momentum weiteres Upside bis etwa 164,20 freisetzen.
- •Direkter Widerstand: 163,00 — psychologische Marke und Breakout-Level
- •Pullback-Zone: 161,80–162,00 — bessere Chance für Long-Entries
Rohstoff-Währungen divergieren — AUD stark, CAD schwach
Bei den Commodity-FX sehen wir aktuell eine klare Divergenz. AUD/USD steigt auf 1,4443 (+0,35%), während USD/CAD auf 1,4184 (-0,24%) fällt. Solche Gegensätze liefern oft sauberere Setups als überlaufene USD-Majors.
AUD/USD nähert sich einem Widerstand bei 1,4480. Ein Break darüber öffnet den Weg Richtung 1,4550. Gleichzeitig testet USD/CAD die Unterstützung bei 1,4160 — ein Durchbruch könnte die Abwärtsbewegung bis 1,4100 beschleunigen.
Gerade mit zunehmender Liquidität in der Europa-Session und möglichem Einfluss durch den DAX könnten diese Paare heute strukturiertere Trades liefern als die bereits gestreckten Majors.
- •AUD/USD Widerstand: 1,4480 — Breakout öffnet 1,4550
- •USD/CAD Unterstützung: 1,4160 — Bruch zielt auf 1,4100
Fazit
Wir starten direkt an kritischen Entscheidungsmarken — ohne Bestätigung kein Trade. Erst Reaktion abwarten, dann handeln.
- •EUR/USD bei 0,8800 im Fokus — Breakout oder Rejection bestimmt die Richtung
- •USD/JPY nicht hinterherjagen; auf Pullbacks in die 162,00-Zone warten
- •Sauberere Setups aktuell eher bei AUD/USD und USD/CAD zu finden
Hinweis
Trading ist mit erheblichen Risiken verbunden. Dies stellt keine Anlageberatung dar. Eigene Recherche ist unerlässlich.
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